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Rhytiodus argenteofuscus

Ein seltener Engmaulsalmler – Rhytiodus argenteofuscus Kner, 1858

Rhytiodus argenteofuscus

Rhytiodus argenteofuscus

 

 

Als ich vor einiger Zeit die Stockliste der Firma Utaka aus Amersfoort in den Niederlanden durchstöberte, wurde ich auf einen Vertreter aus der Familie der Anostomiden oder Engmaulsamler aufmerksam. Es handelte sich um die Art Rhytiodus argenteofuscus. Ich nahm Kontakt mit Michael van der Mee von Utaka auf und bestellte mir daraufhin 3 Tiere, die Mitte letzter Woche wohlbehalten bei mir eintrafen. Beim Auspacken stellte ich jedoch auch noch ein gepunktetes Exemplar fest, das später als der syntop vorkommende Rhytiodus microlepis bestimmt werden konnte.

Rhytiodus microlepis

Rhytiodus microlepis

Die drei neuen Mitbewohner bezogen ihr neues Heim in unserem 900-Liter-Wohnzimmer-Aquarium, in dem sie mit einer Schar anderer Salmler, Welse und Segelflossern friedlich ihre Bahnen ziehen können.

Rhytiodus argenteofuscus soll nach Literaturangaben eine Größe von bis zu 30 cm erreichen. Meine Tiere haben aktuell eine Größe von etwa 8 -12 cm. Ihre Verbreitung wird mit „weiträumig im südamerikanischen Amazonasbecken“ angegeben. Wie bei vielen anderen Engmaulsalmlern wird auch den Rhytiodus eine herbivore Lebensweise zugeschrieben. Jungtiere sollen sich gerne unter Pflanzeninseln aufhalten, während adulte Tiere bevorzugt in den größeren Flüssen vorkommen. Bei meinen neuen Mitbewohnern handelt es sich um Wildfänge. Über Nachzuchten konnte ich in der Literatur keine Angaben entdecken.

Rhytiodus argenteofuscus

Rhytiodus argenteofuscus

 

Was lässt sich nun zu den Rhytiodus sagen? Es handelt sich um Tiere, die einen ausgeprägt lang gestreckten Körperbau haben. Die Körpergrundfarbe ist silbrig-blau. Entlang der Körperlängsachse können dunkle Querbinden oder auch Punkte beobachtet werden, oder sogar auch ein dunkles Längsband. Die ersten Tage haben sich die Tiere als friedliche Vertreter gezeigt, die sogar eher als etwas scheu zu beschreiben sind. Sie haben sich bisher auch nicht an der Unterwasserflora vergriffen und alle bisher dargereichten Futtersorten von Gefrostetem bis zu Granulat oder Flockenfutter wurden gerne angenommen. Auf die weiteren Erfahrungen bin ich sehr gespannt.

Rhytiodus microlepis

Rhytiodus microlepis

Text und Fotos: Ecki Fischer

Literatur:

Van der Sleen, P. & A. S. Albert (2018): Field Guide to the fishes of the Amazon, Orinoco and Guianas, Princeton University Press.