Pflanzensteckbrief Lomariopsis lineata Süßwassertang

Pflanzensteckbrief Lomariopsis lineata – Süßwassertang

Der Süßwassertang Lomariopsis lineata  ist ein dankenswerter Pflegling. Ich hatte mir derweil von einem Freund ein Büschel für ein Nanoaquarium mitgenommen. Das Kräutlein drapierte ich an einer kleinen Moorkienwurzel knapp über dem Bodengrund und es wuchs bei guten Lichtverhältnissen unter einer Taglicht-Leuchtstoffröhre rasch zu einem stattlichen Ballen heran. Der Ballen wurde so groß, dass er sich in die höhere Wasserzone regelrecht aufblähte und das Becken zu zuwuchern drohte. Kurzum, ich musste aus der Pflanzenmasse einiges entfernen und auf andere Becken verteilen. Hierbei zeigte sich, dass der Süßwassertang auch mit geringeren Lichtverhältnissen gut zurecht kommt. Das Wachstum ist dann natürlich etwas bescheidener.

Die Ballen des Süßwassertangs bieten besonders für kleine zierliche Fischarten gute Versteck- und Deckungsmöglichkeiten. Gerne schwimmen die Tierchen in den Ballen hinein und picken hier nach Nahrungspartikeln und Aufwuchs, der seinen Lebensraum in dem „Pflanzendickicht“ gefunden hat. Auch zur Zucht bieten die Tangballen beste Voraussetzungen, natürlich ebenso für die Aufzucht von Jungfischen. In vielen Fällen können Eltern- und Jungtiere sogar im gleichen Becken belassen werden. Zusammenfassend handelt es sich um einemempfehlenswertes Pflänzlein.

Zum Schluss soll jedoch noch eine Anmerkung erfolgen. Der Süßwassertang hat seine deutsche Bezeichung seinem tangartigen Aussehen zu verdanken, aber es handelt sich weder um einen Tang und damit eine Alge, auch um kein Moos, sondern um einen Farn.

Steckbriefdaten: (orientierende Durchnschnittsangaben)

Lateinischer Name Lomariopsis lineata
Deutscher Name Süwassertang
Herkunft Südostasien
Temperaturbereich Warmwasser, ca. 18-28°C
pH-Wert um den Neutralbereich herum
Wasserhärte weich – mittelhart
Lichtbedarf mittel – viel
Anspruch anspruchslos

Eckhard Fischer, Aquarienverein Hildesheim

Der Süßwassertang Lomariopsis lineata